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Hobby Modellbau!

Das Spiel mit der Modellbahn ist faszinierend und erblüht nicht selten zu einem ausgereiften Virus. Entgegen dem Trend der Computergenerationen stellt die filigrane Technik der Modellbahn ein nahe liegendes und sehr vielseitiges Hobby dar, das sich mehr denn je großer Beliebtheit erfreut. Das technisch hoch entwickelte Spielzeug ist oftmals für „die Kleinen“ gedacht, jedoch auch „die Großen“ wollen damit spielen. Bei Manchem fährt sie nur um den Weihnachtsbaum, bei Anderen wiederum wächst eine richtige Modellbahnanlage. Es gibt Modellbahner oder auch Spielbahner. Beide sind der gleichen Faszination zum Spielen und Basteln der kleinen heilen Welt erlegen. Es entscheiden viel Ausdauer und Geschick über das Gelingen und die Details der Modellbahn.

! Keine Angst vorm selber bauen !
Beim großen Vorbild ist auch nicht immer alles perfekt.

Spurweiten

Ist der Wunsch nach einer richtigen Modellbahnanlage erst einmal geweckt, so gilt es entsprechend der vorhandenen Platzverhältnisse den nötigen Freiraum zu finden. Auf dem Tisch? Unterm Bett? Zum Klappen an der Wand oder gar ein ganzes Zimmer? Die Qual der Wahl hat jeder für sich…

Spurweiten

In der rechten Tabelle sind die gebräuchlichsten Nenngrößen mit Maßstäben und korrekten Bezeichnungen aufgelistet. Kleiner Tipp: die Nenngrößen mit einem kleinen angehängten Buchstaben sind Schmalspurbahnen nachempfunden. Zum Beispiel fahren sächsische Schmalspurbahnen auf 750mm Spurweite und die Harzer Schmalspurbahnen haben 1000mm Spurweite.
Entsprechend den Räumlichkeiten gibt es klein und Platz sparend die Nenngröße N, Maßstab 1:160. Einiges größer und detaillierter ist die Nenngröße H0 (halbnull) im Maßstab 1:87. Die goldene Mitte dazwischen ist TT im Maßstab 1:120. Soll es doch etwas größer und richtig zum anfassen sein, gibt es die Großbahn, Nenngröße IIm, Maßstab 1:22,5. Diese ist wetterfest und zum Einsatz im Garten geeignet. Plan

Technik

Es gibt bei einer Vielzahl von Herstellern Wechsel- und Gleichstromantriebe, Zwei- und Dreileitersysteme. Seit einigen Jahren hat sich zum analogen Betrieb alternativ die Digitaltechnik durchgesetzt. Noch ist es ein Frage des Geldbeutels, denn digital bedeutet einen geringen finanziellen Mehraufwand. Dafür eröffnen sich z.B. in Kombination mit einem Computer völlig neue Steuermöglichkeiten. Man kann natürlich auch einfach zwei Loks auf einem Gleis unabhängig von einander fahren lassen.
Mit einem Computer kann man dem eigentlichen Basteln vorausgehend seinen Gleisplan entwerfen und virtuell zusammen bauen. Hierzu gibt es spezielle Software wie beispielsweise WinRail im Bild oben. Darin sind die handelsüblichen Gleise enthalten und können exakt zusammengesetzt werden. Um so genauer und gründlicher man die Planung ausführt, desto besser läßt sich die Modellbahnanlage später aufbauen.

Aufbau

Die einfachste Methode für den Aufbau einer Anlage ist eine ausgediente Tischplatte oder etwas Ähnliches. Soll die eigene Modellbahn umfangreicher werden und über mehrere Etagen verfügen, ist ein stabiler offener Rahmen besser geeignet. Damit ist die Sache auch später noch gut zugänglich, falls ein paar Kabel nachgelötet werden müssen. Auch sollte der Rahmen verwindungsteif sein. Das erreicht man durch eine Diagonale oder die Spantenbauweise. Zur optischen Aufwertung kann der Anlagenrahmen mit einer Kulisse versehen werden, passend zur Geländehöhe. Rohbau

Gestaltung

Die bekannteste Bauweise für die Geländegestaltung besteht aus einem grob geformten Drahtgitter und aufgetragenem Gips. Dieser wird nach dem Trocknen mit dem Spachtel in seine endgültige Form gebracht.
In unserem Fall kann diese sehr schwergewichtige Methode die Transportfähigkeit, die Festigkeit bei Stößen und die sehr großen Temperaturunterschieden nicht gewährleisten. Deshalb haben wir andere Wege gefunden. In den folgenden Schritten und Bildern werden diese an einem kleinen Beispiel beschrieben.

Rohbau

Der Aufbau der Trassen für Gleise, Straßen und ähnlichem erfolgt durch Rahmen aus Holz und einer Sperrholzoberfläche. Die gesamte Konstruktion ist stabil zu verleimen und/oder zu schrauben. Wichtig dabei ist der stabile Unterbau der Gleistrassen in Längsrichtung. Damit wird das Verziehen des Holzes verhindert, was zum Entkoppeln oder Ausgleisen der Fahrzeuge führen kann. Weiterhin folgt der Aufbau der Ebenen für den späteren Geländeaufbau.Struktur Auf der Grundstruktur werden Gleisbett und Gleise verlegt. Sind Diese funktionstüchtig und fest verlegt, kann die Anlage mit der Elektrischen Verkabelung für Fahrstrom, Weichen und Signale versehen werden. Beim Fahrstrom ist darauf achten, dass genügend Einspeisungen an den Gleisen angebracht werden. Sonst können beispielsweise an Verbindungen der Schienen Unterbrechungen auftreten. Je mehr Einspeisungen, desto besser.

Struktur

Unsere Landschaftsstruktur besteht aus Polystyrol, das als Verpackungsmaterial oft in Plattenform zu finden ist. Neben der leichten Bearbeitung kostet es obendrein nichts, den es ist ein Abfallprodukt.
Das Schaumpolystyrol wird zum Gestalten des Geländes auf die vorbereiteten Ebenen aus Sperrholz aufgebracht. Kleben lässt sich Polystyrol unter anderem auch mit Holzleim.

Oberflaeche

Oberfläche

Ein detailliertes Gestalten der Oberflächenstruktur im Polystyrol ist mit einer speziellen Spitze für den Lötkolben, mit einem Messer und Schleifpapier zu erreichen. Hat das Gelände seine Form erhalten werden Brückenteile, Tunnelportale und Mauern fest eingebaut. Ebenfalls müssen alle Flächen für Häuser, Straßen, Feldwege und Ähnlichem geebnet werden.
Die noch sichtbare kugelförmige Polystyrolstruktur wird durch das Auftragen eines Latex-Sägemehl-Gemischs verschlossen. Die für Felsen ideale Oberfläche wirkt danach relativ glatt und steinig.
Die später flachen, begrasten oder bebauten Abschnitte können mit Papier beklebt werden. Speziell dünnes und rauhes Klopapier eignet sich hierzu hervorragend. Es ist befeuchtet sehr elastisch und leicht ohne Verwerfungen auch auf unebenen Flächen gut zu verkleben.

Farbmischung

Die Farbkonturen für Gesteine werden etappen- und farbweise auftragen.
Die Farbtöne sollten entsprechen der Natur nachempfunden sein. Als Vorbild eignen sich zum Beispiel Sandstein oder Granit – in grau, beige oder mit einem rötlichen Schimmer. Zu sehen sind typische Originalgesteine beispielsweise im Elb-Sandstein-Gebirge, im Harz oder in den Alpen. Für Vorlagen am Besten mal in alten Urlaubsfotos stöbern oder einfach mal hinfahren. Die Natur ist immer noch das beste Vorbild.
Als Hilfsmittel zum Auftragen der Farben dienen Pinsel und Schwam. Damit werden mehrere Farbschichten passend zum Untergrund und zur späteren Felsstruktur aufgetragen, bzw. getupft oder gewischt. Einfärben

Der letzte Schliff

Die handelsüblichen Grasmatten und Grasstreu sehen fabrikneu aufgebracht nicht sofort echt aus. Erst die Kombination aus verschiedenen Gräsern bringt Fülle und Abwechslung. Eine praktische Möglichkeit zur Gestaltung besteht darin zuerst die Grasmatten aufzukleben. Sozusagen als Grundierung. Dann stellenweise mit dünnem Holzleim einstreichen und je nach Wunsch mit Streu in verschiedenen Farbtönen beflocken.
Auf die begrünten Flächen können anschließend an den vorgesehenen Stellen Sträucher, Büsche und Bäume gepflanzt werden. Bei Letzterem gibt es je nach Gebiet und Beforstung im Original Laub-, Nadel- oder Mischwald.


Übrigens: Bäume hat man nie genug!

Fertig detailiert
Straßen am besten aus Pressspan oder Sperrholz ähnlich den Gleistrassen fest aufbauen und Straßenfarbe einfach aufmalen. Natürlich kann auch handelsübliches Straßenpflaster aufgeklebt werden.
Häuser, Autos, Figuren, Verkehrsschilder, Gullideckel, Ampeln und Signale, Straßenlateren, und, und, und… Der Vielfalt sind hier praktisch keine Grenzen gesetzt.

Fahrbetrieb

Nach dem Bau sollten alle wichtigen Baugruppen und Gleisanlagen noch mal gründlich gereinigt werden. Speziell Späne und Staub sind abzusaugen. Gleise lassen sich am besten mit einem alkoholgetränktem Lappen (z.B. Spiritus, Waschbenzin), zum Fett lösen, abwischen.

Sicherlich nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dass es sich hierbei um eine Modellbahnanlage der Spurweite Z (6,5mm) im Maßstab 1:220 handelt.

FahrbetriebTipps zum Fahren und Reinigen: Einen handelsüblichen Modellputzstein oder Lappen mit Reinigungsbenzin zum Reinigen der Gleise und der Räder verwenden. BITTE die Lokomotiven NICHT mit Speiseöl Schmieren, das führt zum Verkleben der winzigen Getriebeteilchen. Ölen ist im Übrigen beim normalem Fahrbetrieb nicht zwingend notwendig, da die Fahrzeuge vom Hersteller entsprechend vorgeschmiert oder sogar wartungsfrei sind.

Vereinsarbeit

Unsere Arbeitsbereiche: Holzbau, Gleisbau, Landschaftsbau, Elektrik, Elektronik, Fahrzeugbau, -wartung und ein wenig Programmierung ...

Interessenten

... finden unsere Anschrift unter «Kontakt». Bei den jüngeren Modellbahnern empfiehlt sich ein Mindestalter von ca. 12 Jahren, jedoch sind Interesse und handwerkliches Geschick viel wichtiger. Eine eigene Modellbahn ist natürlich keine Bedingung.

Bei Fragen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an den Webmaster.
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